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1.1 Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Sind Tablet und Stylus zwingend notwendig?
Die kurze Antwort: Jein!


Es gibt Apps, die nur auf dem Tablet funktionieren. Bei vielen Apps kannst du deinen Planer auch auf dem ­Desktop und/oder dem Smartphone verwenden, bearbeiten und auf allen 3 Geräten synchronisieren.


Die längere Antwort: Ja, weil ...
... folgende Gründe für Tablet und Stift sprechen:

  • Das optimalste Nutzererlebnis hast du mit Tablet und Stift, da der grösste Pluspunkt des PDF-Planers nun mal das handschriftliche Schreiben und Zeichnen mit dem Stift ist.
  • Die meisten digitalen PDF-Planer sind fürs Tablet konzipiert und optimiert, sprich: auf dem Smartphone ist alles viel zu klein, da ein PDF nicht responsive ist (d.h. Design/Layout und Schriftgrösse passen sich nicht dem Gerät an). Das ist so, als würdest du ein A4- oder A5-Blatt auf die Grösse deines Handys schrumpfen. Um das lesen zu können, müsstest du dauernd heranzoomen.
  • Die Anwendung auf Desktop/Smartphone macht nur halb soviel Spass und bringt nur in Ausnahmesituationen Mehrwert, z.B. wenn du dein Tablet nicht zur Hand hast oder von unterwegs mit dem Smartphone darauf zugreifen musst.
Welche Notizen-App nehmen?
Wie du jetzt ja bereits weisst, ist der digitale PDF-Planer selbst keine App, muss aber in eine Notizen-App importiert werden, bevor er benutzt werden kann.

Weiter unten gebe ich dir App-Empfehlungen. Wähle mind. zwei Apps aus und installiere sie. Der Grund, wieso du zwei Apps installieren/testen sollst, ist der, dass du sie direkt miteinander vergleichen kannst. So kriegst du ein Gefühl dafür, dass jede App ihre Eigenheit hat und es wirklich sehr drauf ankommt, mit welcher du dich wohler fühlst.

Für diesen Mini-Kurs empfehle ich dir Goodnotes 6, da die meisten Tipps sich darauf beziehen. Wenn du dich aber weiter umschauen willst, gibt es einige grosse Player, an denen man nicht vorbeikommt, wenn es um Notizen-Apps geht.

Goodnotes
Noteshelf 3
Notability
Collanote

  • Wenn du nicht weisst, wo starten, dann wähle unter diesen vier aus. Da kannst du nicht viel falsch machen. Collanote ist zwar noch nicht so lange auf dem Markt, ist aber sicher auch zu empfehlen.
  • Sie verfügen alle über die wichtigsten Grundfunktionen.
  • Sie unterscheiden sich in einigen Zusatzfunktionen, die du für den Anfang nicht zwingend brauchst, die aber später, wenn du dich etwas besser auskennst, darüber entscheiden könnten, ob du bei einer App bleibst oder wechselst.
  • Für den Anfang (zum Testen) sind sie perfekt, da sie als Freemium erhältlich sind (die einen erlauben bis zu drei kostenlose Notizbücher, andere haben einige Einschränkung in den Funktionen).
  • Fühl dich aber absolut frei, andere Apps zu testen und zu benutzen. Wichtig dabei:
    • Sie muss PDFs importieren können.
    • Sie muss Hyperlinks unterstützen.
    • Apps wie z.B. Evernote oder OneNote sind nicht geeignet. 
    • Am besten einfach das Sample aus Modul 2 herunterladen, importieren und testen.

Was ist mit nicht-Apple-Geräten?
Die meisten Tipps beziehen sich auf Apple-Geräte und -Anwendungen. Wenn du aber Goodnotes auf einem nicht-Apple-Gerät verwendest, kannst du die meisten Tutorials dennoch mitverfolgen.
Mit Android- und Windows-Apps kenne ich mich leider nicht aus. Du kannst aber sicher mit diesen empfohlenen Apps starten:
  • für Android: Goodnotes, Samsung Notes, Penly
  • für Windows: Goodnotes, Drawboard PDF
  • Achtung: Wenn du nach Alternativen suchst, dann achte unbedingt darauf, dass die ausgewählte App folgendes kann:
    • Sie muss PDFs importieren können.
    • Sie muss Hyperlinks unterstützen.
    • Apps wie z.B. Evernote oder OneNote sind nicht geeignet.
Am besten einfach das Sample aus Modul 2 herunterladen, importieren und testen.

Weitere Gedanken und Tipps
Hier noch einige weitere Gedanken und Tipps, die ich dir mitgeben möchte, bzw. worauf du achten kannst bei der Auswahl der geeigneten App:

Wähle unbedingt eine App aus, mit der du gerne arbeitest

  • Wenn die App eine Funktion, die dir wichtig ist und die du voraussichtlich sehr oft benutzen wirst, nicht unterstützt, dann wähle eine andere, die diese Funktion unterstützt. Natürlich musst du da zwischen den Funktionen abwägen.
  • Eine App, bei der ganz viele (fancy) Funktionen integriert sind, ist nicht unbedingt immer die beste. Und nur weil eine bestimmte App sehr beliebt, heisst es nicht, dass sie für dich die beste App ist. Ausprobieren ist hier die Devise.
  • Das Tolle an digitalen Planern und Notizbüchern ist ja, dass du sie in so vielen Apps gleichzeitig verwenden kannst, wie du willst. (Beachte aber: Die Apps sind untereinander nicht kompatibel. D.h. du kannst eine Datei, die du z.B. in Goodnotes beschriftet hast, später nicht in anderen Apps weiterführen.)

Überlege dir vorab, welche Funktionen zwingend sind und welche du WIRKLICH brauchst ... und welche halt eben nicht.

  • Hier geht es nicht um Standard-Funktionen, die jede Notizen-App haben muss (verschiedene Stift-Sorten, -Farben, Radiergummi, ...), sondern um Sonderfunktionen wie synchronisierte Audio-Aufnahme während du Notizen machst (macht z.B. in Vorlesungen Sinn), Schreibgeräusch während du schreibst (bietet z.B. Collanote an), Umwandlung von mathematischen Formeln, AI-Integration, ...
  • Frage dich hier einfach: Welche Sonderfunktionen brauchst du wirklich und welche nicht?
  • Notability hat z.B. eine m.M.n. essentielle Funktion, die ich bei allen anderen vermisse: den «zurück»-Button, welcher dich zu der Seite zurückbringt, wo du warst, bevor du dich mit dem Klick auf einen Hyperlink aus Versehen wegnavigiert hast. (Du wirst mich verstehen, wenn es dir zum ersten Mal passiert 😅.
    Diese eine Funktion war es mir aber bisher nicht Wert, auf Notability umzusteigen, da die Pro-Version von Notability nur als Abo erhältlich ist.
  • Wenn du gerne und oft Sticker verwendest, dann schau dir an, wie einfach die App es dir macht, Sticker einzufügen, eigene Kollektionen zu erstellen und zu verwalten. GoodNotes hat da meiner Meinung nach mit dem Elements-Feature (noch) klar die Nase vorn.

Apps entwickeln sich stetig weiter

  • Das heisst, es ist nicht schlimm, wenn du dich für eine entscheidest und irgendwann merkst, dass die andere App doch besser zu dir passt. Das Tolle an digitalen Planern und Notizbüchern ist ja, dass du sie in so vielen Apps gleichzeitig verwenden kannst, wie du willst. (Beachte aber: Die Apps sind untereinander nicht kompatibel. D.h. du kannst eine Datei, die du z.B. in Goodnotes beschriftet hast, später nicht in anderen Apps weiterführen.)
  • Die Apps entwickeln sich sehr schnell weiter und schauen z.T. auch immer, welche Funktionen die Konkurrenz hat, um diese dann evtl. zu integrieren. Es macht also Sinn, sich für eine App zu entscheiden, die alle dir wichtigen Funktionen beinhaltet und dann auf die (weniger dringenden) Zusatzfunktionen zu warten.